Trommler- und Pfeiferkorps “Bleib treu” Aphoven 1924 e.V. UNSERe VEREINs-Chronik: In unserer Festschrift zum 50jährigen Jubiläum im Jahre 1974 haben wir die Geschichte unseres Vereins seit  der Gründung bereits niedergeschrieben. Deshalb folgt hier nur eine kurze Zusammenfassung aus dieser Zeit.  Leider sind im 2. Weltkrieg alle Unterlagen des Trommler- und Pfeiferkorps Aphoven verloren gegangen.  Deshalb kann bis nach dem Krieg nur auf mündliche Überlieferungen zurückgegriffen werden.  Im Jahr 1920 feierte die Sankt-Arnoldi-Schützenbruderschaft ihr erstes Schützenfest in Aphoven. Daraufhin  faßten einige Aphovener Männer den Gedanken, ein eigenes Trommlerkorps zu gründen. Es dauerte jedoch  bis ins Jahr 1924, bis der Gedanke zur Gründung verwirklicht wurde. Nach eifrigem Proben mit den selbst  finanzierten Instrumenten, präsentierte sich das Korps erstmals zur Kirmes 1925 der Öffentlichkeit. Beim  zweiten Schützenfest in Aphoven im Jahr 1932, hatte sich die Mitgliederzahl von anfangs 10 auf bereits 20  Spielleute erhöht.   Mit Ausbruch des Weltkrieges wurde 1939 jedes Vereinsleben ausgelöscht. Viele Mitglieder des  Trommlerkorps wurden zur Wehrmacht einberufen und mußten ihr Leben lassen. Als am 22.Mai 1948 die  Vereinstätigkeiten wieder auflebten, wurde auch das Trommler- und Pfeiferkorps als Teil der  Schützenbruderschaft neu gegründet. Am 3. Oktober 1964 entschloß man sich, wieder ein selbständiger Verein zu werden. Man war der Meinung,  daß das Korps durch die eigenverantwortliche Führung einen größeren Aufschwung erhalte.  Das gute Verhältnis zwischen Schützenbruderschaft und Trommler-korps ist trotzdem bis heute erhalten  geblieben. Im gleichen Jahr wurden vom Trommler- und Pfeiferkorps Oberbruch 38 blaue Uniformjacken  gekauft. Da die Instrumente in die Jahre gekommen waren, wurden 1966  alle Trommeln mit neuartigen  Kunststoffbezügen bespannt.   Außerdem wurden in den folgenden zwei Jahren neue Querflöten und eine Lyra angeschafft. Dabei gelang es  Josef Thevissen in kürzester Zeit, das Spiel mit der neuen Lyra zu beherrschen.  Dieses Bild zeigt das Trommler- und Pfeiferkorps im Jahr 1933 von links: Leo Reiners, Hermann Barts, Hans Reiners, Reiner Mustert,                  Karl Krebs, Heinrich Hutmacher, Johann Schlebusch, Peter Krebs,                  Joachim Schlebusch, Johann Bohnen und Josef Fabry Bei der Generalversammlung am 12. März 1966 beschloß die Versammlung, den Schützenkönig nicht mehr  nach den Aufzügen nach Hause zu bringen und auch nicht mehr zu den Tanz-veranstaltungen abzuholen.  Dieser Beschluß war notwendig, da die Beteiligung der Spielleute bei diesen Programmpunkten oft sehr  dürftig ausfiel.   Im Jahr 1969 wurde mit der Ausbildung von 47 Mädchen und Jungen ab dem 10. Lebensjahr begonnen. Um  den Nachwuchsspielleuten das Trommeln und Pfeifen beizubringen, stellten sich einige der aktiven  Mitglieder zur Verfügung. Besonders engagiert waren dabei einige  ehemalige Aktive, die jede Probe  besuchten um ihr Können an den Nachwuchs weiterzugeben. Bereits 1971 wurde beschlossen, zum 50jährigen  Bestehen des Korps ein internationales Freundschafts-treffen zu veranstalten. Nicht zuletzt aus diesem  Grund wurden in den letzten Jahren verstärkt die Jubiläen und Wettstreite der auswärtigen Vereine besucht.  Im Oktober 1973 gelang es, weitere 15 Kinder und Jugendliche zur Ausbildung als Trommler oder  Flötist zu  gewinnen. Zu den wöchentlichen Proben wurden zwei Übungsleiter aus Ratheim-Busch verpflichtet.   Nach umfangreichen Vorbereitungen feierten wir vom 10. bis 13. Mai 1974 unser 50jähriges Vereinsjubiläum. Dabei präsentierte sich unser damaliges aktives Mitglied Hubert Goebbels mit Gattin Gertrud als  Schützenkönigspaar der St.-Arnoldi-Schützenbruder-schaft. Nachdem einige Gastvereine und der  Kirchenchor Aphoven unseren Festabend am Freitag musikalisch gestalteten, konnten wir zum Umzug am  Sonntag weitere 40 Vereine begrüßen. Da auch die abendlichen Tanzveranstaltungen gut besucht waren und  alle organisatorischen Angelegenheiten reibungslos verliefen, konnten wir uns über ein gelungenes Fest  freuen. Im Jahr 1975 erhielt unser Korps 18 Einladungen zu Freundschaftstreffen und Wettstreiten. Da es nicht  möglich war alle Orte zu besuchen, wurde an die Vereine an deren Fest wir nicht teilnahmen, das Startgeld in  Höhe von 20 DM bezahlt. Unter anderem beteiligte sich unser Korps am 25. und 27. April am Festabend und  Umzug des Trommler- und Pfeiferkorps Karken. Dort konnte erstmals die neu angeschaffte Uniform  vorgeführt werden. Sie bestand aus einer hellblauen Jacke, Mütze und einer grauen Hose. Zu diesem  Zeitpunkt bestand unser Verein aus 25 aktiven und 78 fördernden Mitgliedern.  Im Sommer 1975 trafen sich alle Aktiven zu einem gemütlichen Abend beim damaligen Kassierer Franz  Jansen. Das Bier wurde vom Zeltwirt gestiftet, und für das Gelingen des Spanferkels zeigten sich Josef  Laprell und Marianne Jansen zuständig. Das es jedem Anwesenden schmeckte erkannte man daran, daß  niemand ohne Nachschlag die Mahlzeit beendete. Am Ende konnte man sich über einen gelungenen und  lustigen Abend freuen. Ein weiterer Höhepunkt in diesem Jahr, war das Bundeskönigsschießen des Bundes  der historischen  deutschen  Schützenbruderschaften   in  Aachen.   Leider   blieb den teilnehmenden Mitgliedern der dortige Umzug nicht in guter Erinnerung, da die Organisation doch  sehr zu wünschen übrig ließ.   Nach 25 Jahren beendeten 5 Mitglieder ihre aktive Tätigkeit. Beim Kameradschaftsabend im November 1975  wurde Karl Schöbben, Peter Mustert, Heinrich Schmitz, Josef Mertens und Peter Sieben Dank und  Anerkennung für ihre tatkräftige Unterstützung des Vereins ausgesprochen. Als Erinnerung an diese Zeit  überreichte man jedem eine Dokumentation mit Bild- und Textdokumenten aus den letzten 25 Jahren.  Das Korps im Jubiläumsjahr 1974   Vom 7. bis 9. August 1976 feierte die St.-Arnoldi-Schützenbruder-schaft Aphoven ihr 75jähriges Jubiläum.  Dabei war ihnen unsere musikalische Unterstützung beim Heimatabend wie bei den Umzügen natürlich  garantiert. Außerdem wurden die Freundschafts-treffen in Koningsbosch und Straeten, sowie die  Schützenfeste in Bocket und Schierwaldenrath besucht. Ein weiteres Jubiläum, bei dem wir nicht fehlten, war  das 75jährige Bestehen des FC Roland Aphoven, vom 11. bis 14.August 1978. Um die Interessen der Kinder und Jugendlichen besser zu vertreten, wurde bei der Generalversammlung am  3.März 1979 beschlossen, einen Jugendvertreter in den Vorstand zu berufen. Als erster Vertreter dieses  Amtes wurde Robert Rebig vorgeschlagen und ohne Gegenstimme gewählt.  Nachdem  Jakob Randerath die Kaiserwürde erringen konnte, beteiligten wir uns vom 11.-14. Mai 1979 am  Festabend und an den Umzügen des Kaiserfestes in Aphoven. Außerdem nahmen wir mit der  Schützenbruderschaft am Kaiserfest in Straeten und am Dekanatsschützenfest in Brüggelchen teil. Im  gleichen Jahr konnten 30 Jungen und Mädchen zur Ausbildung zum Flötisten oder Trommler gewonnen  werden.  Da das Korps zu dieser Zeit aus nur 21 Aktiven bestand, wurde ein besonderes Augenmerk auf  die  Ausbildung dieser Jugendlichen gelegt .  In den Jahren von 1977 bis 1981 mußte unser Vereinsvorstand seinen ganzen Idealismus zusammennehmen,  um die Aktiven zu mehr Einsatz und Interesse für das Vereinsleben zu bewegen. Da es in dieser schwierigen  Zeit kaum möglich war genügend Spielleute für auswärtige Jubiläen und Wettstreite zu finden, wurden nur  wenige Auftritte mit der Schützenbruderschaft absolviert. Beim alljährlichen Kameradschaftsabend am 20.April 1981 wurden die Spielleute Dieter Dircks, Franz Jansen  und Arnold Meuffels für 25 Jahre aktive Mitgliedschaft geehrt.   Nicht zuletzt durch das Engagement des damaligen Vorstandes konnten   die   Neulinge,   die  1979  die   Ausbildung begannen,bereits 1981 beim Karnevalszug  in  Heinsberg  ihren ersten Auftritt absolvieren.   Um die Vorteile der Gemeinnützigkeit auszuschöpfen, wurde bei der Generalversammlung am 25. April 1981  einstimmig beschlossen, das Trommler- und Pfeiferkorps in das Vereinsregister eintragen zu lassen.  Bei der Frühkirmes vom 08.-10. Mai 1982 errang unser aktives Mitglied Robert Rebig die Königswürde.  Somit begleitete unser Korps, wie bis heute beibehalten, das Königspaar zu den Veranstaltungen im Festzelt.  Nachdem der Schützenkönig seine Zielgenauigkeit beim Bundeskönigsschießen in Vechta unter Beweis  gestellt hatte, wurde er am 27. November 1982 mit einem Festabend als Diözesankönig eingeführt. Im  laufenden Jahr nahmen wir, neben dem Bezirksschützenfest in Porselen, auch an den Freundschafts-treffen  in Schierwaldenrath, Braunsrath und Ophoven teil. Die Ausbildung der Nachwuchsspielleute war soweit  fortgeschritten, daß sie an allen Umzügen  bereits teilnahmen. Somit konnten wir wieder ein gut besetztes  Korps vorweisen.    Unseren ersten Auftritt im Jahr 1983 absolvierten wir beim Diözesankönigsfest in Aphoven, wo wir vom 01.  bis 03. Mai unsere Schützenbruderschaft und unser aktives Mitglied und Diözesankönig Robert Rebig und  seine Gattin bei den Aufzügen begleiteten. Ein Höhepunkt, neben der Teilnahme an verschiedenen  Freundschafts-treffen, war sicherlich auch die Mitwirkung beim Bundesschützenfest am 11. September 1983  in Aachen. Beim Vogelschuß zur Frühkirmes 1984 konnte sich unser Trommler- und Pfeiferkorps zum zweiten Mal in  Folge über den Erfolg eines Aktiven freuen. Diesmal gelang es Detlef Dircks die Königswürde zu erringen und  damit das Korps bei den Kirmesveranstaltungen auf Trab zu halten. Da die Beteiligung an den wöchentlichen  Proben immer noch zu wünschen übrig ließ, beschloß der Vorstand eine Verlagerung der Probe von  donnerstags auf montags. Da der Montag für alle anderen Ortsvereine ein freier Tag war, konnte damit ein   Interessenkonflikt untereinander vermieden werden. Der Kamerad-schaftsabend am 30. April 1985 im  Vereinslokal Ohlenforst, wurde zum Anlaß genommen zahlreiche langjährige Vereinsmitglieder  auszuzeichnen. Die Ehrung wurde vom 2. Vorsitzenden Walter Zimmermann vorgenommen. Für 10 Jahre  aktive Mitgliedschaft wurden ausgezeichnet: Peter Beumers, Rudolf Bremkes, Heinz Sodermanns, Peter  Kitchen, Robert Rebig, Hans Zimmermann, Heinz-Josef Linden, Detlef Dircks, Wolfgang Backes und Walter  Zimmermann. Für 25 Jahre aktive Mitgliedschaft wurden Leo Bohnen und für 35jährige Treue Lambert Rebig  und Josef Ingenhaag mit je einem Zinnteller ausgezeichnet.  Nach Beendigung seiner mehr als 35jährigen  aktiven Zeit beim Trommler- und Pfeiferkorps "Bleib treu", wurde Josef Thevissen, der leider gesundheitlich  verhindert war, ein Buchgeschenk als bleibende Erinnerung überbracht. Ein Höhepunkt im Jahr 1985 war, neben den zahlreichen auswärtigen Auftritten, sicherlich das  Bezirksschützenfest der St.-Arnoldi-Schützenbruderschaft vom 09. - 12. August in Aphoven. Zur Darbietung  beim Heimatabend wurden eigens die Bühnenstücke "Amboßpolka" und "Heinzelmännchens Wachtparade"  eingeübt. Den großen Umzug und die anschließende Parade am Sonntag führten wir als Festkorps an.  Seit August 1985 gehört unser Trommler- und Pfeiferkorps dem Volksmusikerbund an. Dadurch bot sich  unter anderem die Möglichkeit, Interessenten in der Kreismusikschule  Heinsberg ausbilden zu lassen. Dazu  meldeten sich die Flötisten Kerstin Harren, Yvonne Klothen, Leo Bohnen und Thomas Brudermanns. Die  einmal wöchentlich stattfindenden Proben vermittelten zunächst die Grundkenntnisse des Notenspielens.  Parallel dazu wurde ein neuer Übungsleiter verpflichtet, der das gesamte Korps auf das offizielle  Notensystem umstellte. Trotz des oft trockenen Unterrichtsstoffes war die Probenbeteiligung doch recht  zufriedenstellend.   Auch im Vereinsjahr 1986 hatte unser Korps einen gut gefüllten Terminplan. So wurden neben der Früh- und  Sommerkirmes in Aphoven, auch die Jubiläen in Saeffelen, Koningsbosch und Kinzweiler besucht. Außerdem  begleiteten wir unsere Schützenbruderschaft am 11.und 13. Juli zum Schützenfest in Laffeld und spielten am  24.August bei der Einweihung des neuen Gerätehauses der freiwilligen Feuerwehr Aphoven. Nach  Vertragsabschluß nahmen wir, wie schon seit einigen Jahren,  am Umzug der Prunkkirmes am 31. August in  Ratheim teil. Im September 1986 begannen drei weitere Flötisten und ein Trommler die Ausbildung an der Musikschule in  Heinsberg. Leider konnte unser holländischer Übungsleiter aus beruflichen Gründen die Proben in Aphoven  nicht weiterführen. Glücklicherweise konnten wir schnell einen guten Nachfolger in der Person von Josef  Benders aus Uetterath finden. Mit seiner Hilfe war es uns möglich, in kurzer Zeit zwei neue Märsche und ein  Bühnenstück einzuüben. Nachdem mehrere Angebote eingeholt worden waren, wurden im Frühjahr 1987 zwanzig neue Uniformen  bestellt. Die Schneiderei "Kogel" aus Aachen fertigte für jeden eine Jacke, eine Kappe, eine Krawatte und  eine blaue und weiße Uniformhose an. Um die Kosten für den Verein etwas in Grenzen zu halten, beschloß  der Vorstand alle Aktiven an den Kosten zu beteiligen. Man einigte sich darauf, daß jeder die 95 DM für die  Anfertigung der weißen Uniformhose selber bezahlt. Nachdem die Fertigstellung schnell vorangegangen war,  konnten wir uns bereits zur Frühkirmes 1987 in den neuen Uniformen präsentieren. Neben zahlreichen  Auftritten bei Jubiläen und Schützenfesten, beteiligten wir uns auch in diesem Jahr am alle zwei Jahre  stattfindenden Fußballturnier des FC Roland. Nachdem wir den 1. Platz erringen konnten, endete das  Wochenende recht "feucht" und fröhlich.  des Trommler- und Pfeiferkorps eingeladen. Dies waren: Edmund Wallraven, Josef Cox, Karl Krebs, Peter  Krebs, Jakob Fabry, Wilhelm Fischer, Joachim Schlebusch, Peter König, Andreas Wellens, Joachim König,  Konrad Küppers, Heinrich Neumann. Alle Gründer wurden vom Volksmusikerbund, der sein 25jähriges  Jubiläum feierte, mit einer Ehrennadel ausgezeichnet. Vom Trommler- und Pfeiferkorps wurde ihnen als  Dank für ihren Einsatz eine Ehrenurkunde überreicht. Den nicht Anwesenden wurden Ehrennadel und  Urkunde zugeschickt.  Im Vereinsjahr 1988 ging unser Korps eine Vielzahl von Verpflichtungen ein. Neben den auswärtigen  Auftritten bei Jubiläen und Schützenfesten, trugen wir unter anderem auch zum Gelingen des Festabends des  FC Roland am 12.August bei.  Der Höhepunkt in diesem Jahr war sicherlich das Landesmusikfest in Euskirchen. Nach gründlicher  Vorbereitung stellten wir uns am 3. Juli erstmals  den  Wertungsrichtern  beim  Spielen  nach  Noten.  Bei   der späteren Beurteilung wurde uns eine gute Darbietung bescheinigt. Leider wurde das Klangbild aufgrund  zu weniger Flötisten beeinträchtigt. Dafür wurden wir mit einem 2.Rang ausgezeichnet. Ende 1988 befanden sich 15 Kinder und Jugendliche, vorwiegend Flötisten, in der Neuausbildung. Zur  Frühkirmes 1989 konnten bereits einige von ihnen ihren ersten Auftritt absolvieren. Am 17.September  besuchten wir mit den Jugendlichen das Freiwildgehege in Gangelt, von dem alle sehr begeistert waren. Am  18.Dezember luden wir alle Kinder und ihre Eltern zu einer Weihnachtsfeier ins Jugendheim ein.  Einige Kinder hatten Weihnachtslieder oder Gedichte einstudiert und trugen diese auch gekonnt vor.  Nachdem zum Ende der Feier der Nikolaus seinen Dienst getan hatte, endete ein schöner und besinnlicher  Nachmittag. Auch im Jahr 1989 war der Terminplan des Trommler- und Pfeiferkorps prall gefüllt. Am 20. und 21.Mai  besuchten wir den Festabend und den Umzug zum Jubiläum des Laffelder Oldtimerkorps. Neben zahlreichen  anderen Festlichkeiten war der Spielmannszug Kirchhoven erstmals Ausrichter des Stadtmusikfestes der  Spielmannszüge. Da wir Veranstalter des 2.Stadtmusikfestes im Jahr 1990 sein würden, wurde der Ablauf  natürlich mit besonderem Augenmerk verfolgt. Für die Jugendlichen unter 16 Jahre veranstalteten wir im August´89 eine "Fragen-Ralley" in und um  Aphoven. Dabei mußten verschiedene Stationen angegangen werden, wo jeweils einige Fragen sowohl zum  Verein wie auch Allgemeines beantwortet werden sollten. Nachdem die Kinder mit Begeisterung die  Antworten auf die gestellten Fragen zusammengetragen hatten, wurden alle bei Gegrilltem und Getränken  mit einer Urkunde ausgezeichnet. Am   späten Nachmittag trafen sich dann auch alle anderen Aktiven zu einem gemütlichen und lustigen  Grillabend.   Vom 11. bis 14. Mai 1990 war das Trommler- und Pfeiferkorps Aphoven Veranstalter des 2.Stadtmusikfestes  für Spielmannszüge der Stadt Heinsberg. Aus gegebenem Anlaß hatten  wir  einen  Wandteller mit Motiven  aus Aphoven angeboten und fast in jedem Haushalt verkaufen können. Von jedem, für 20 DM angebotenen  Teller, gingen 2 DM für Sanierungsarbeiten an die Kirche.  Beim Festabend am Freitag wurden zahlreiche aktive Mitglieder für ihre langjährige Tätigkeit im Verein  ausgezeichnet. Für fast 40jährige Treue zum Verein und gleichzeitig zum Abschied von der aktiven Tätigkeit  wurden Josef Ingenhaag und Arnold Meuffels ein Zinnteller überreicht. Für 40 Jahre wurde Lambert Rebig  und für 30 Jahre Leo Bohnen mit der Ehrennadel ausgezeichnet. Für 20 Jahre wurden Peter Beumers, Hans  Zimmermann, Heinz Sodermanns und Wolfgang Backes geehrt. Die Ehrennadel in Bronze und damit für  10jährige Vereinstätigkeit erhielten: Ralf Wellens, Guido Wellens, Frank Jansen, Manfred Heynen, Volker  Brudermanns, Fred Gossen und Gerd Dahlmanns. Das Wetter während der Festtage war leider von hoher  Luftfeuchtigkeit geprägt. So mußte der Aufzug der 10 Vereine die uns Samstags besuchten, wegen zu starker  Regenfälle ausfallen. Dagegen war der große Festzug am Sonntag, mit den 30 in- und ausländischen  Spielmannszügen, ein voller Erfolg. Der Regen verschonte uns, bis auch der letzte Verein seine Darbietung  auf der Bühne beendet hatte. Nachdem wir auf ein gelungenes Fest zurückblicken konnten, beteiligten wir  uns auch im Jahr 1990 an zahlreichen Jubiläen und anderen Festlichkeiten in und außerhalb von Aphoven.  So fehlten wir auch nicht bei der Fahrzeugeinweihung der freiwilligen Feuerwehr und der Grundsteinlegung  des Schützen-heimes.   Um das Vereinsleben für unsere jungen Nachwuchsspielleute, neben den Proben und musikalischen  Auftritten, abwechslungsreich zu Fernsehwelt, hatten alle ihren Spaß bei der Teilnahme an einer auf Video aufgezeichneten "Mini- Playback-  Show".   Auch im Jahr 1991 war der Terminkalender des Trommler- und Pfeiferkorps prall gefüllt. Neben zahlreichen  Festlichkeiten in Aphoven, wie beispielsweise das 40jährige Priesterjubiläum unseres damaligen Pastors  Hubert Sieberichs oder auch die Einweihung des Schützenheimes, besuchten wir insgesamt 12 auswärtige  Freund-schaftstreffen und Schützenfeste. Trotz der zahlreichen Ver-pflichtungen stand auch in diesem Jahr  ein Tag für die Kinder und Jugendlichen auf dem Programm. So bereitete der Ausflug ins Tropenbad vom  Center Parcs (Kempervennen) allen Teilnehmern sehr viel Spaß.   Nach einer  Werbeaktion zum Beitritt ins aktive Vereinsleben des Trommler- und Pfeiferkorps, konnten wir  uns auf 13 Flötisten und einen Trommler freuen, die am 2. September mit dem Proben begannen. Wie in den  Jahren zuvor, fand auch diesmal im Dezember eine kleine Weihnachtsfeier für die Kinder und ihre Eltern  statt. Mit Gedichten und musikalischen Einlagen wurde ein gemütlicher und besinnlicher Nachmittag  verbracht. Das Trommler- und Pfeiferkorps, wie auch einige andere Ortsvereine, mußten aufgrund eines Brandes  längere Zeit ohne Vereinslokal auskommen. Da das Ehepaar van Cann sich zur Übernahme und zum  Neuaufbau des Lokals entschloß, konnte unsere Jahreshauptversammlung  1992 im neu eröffneten  Vereinslokal "Dorfschänke" stattfinden. Bei dieser Versammlung wurden allen Anwesenden unter anderem  die Angebote zum Kauf von 9 neuen Konzerttrommeln erläutert. Außerdem sollte zu jedem Instrument ein  passender Transportkoffer zum Schutz gegen Schmutz und Beschädigungen angeschafft werden. Nachdem  man sich für ein Angebot entschieden hatte, kamen die neuen Trommeln erstmals beim Freundschaftstreffen  am 26.Juli in Ophoven zum Einsatz. Wie schon seit Jahren, nahmen wir auch 1992 am traditionellen Pfarrfest in Aphoven teil. Neben "Bierkrug  schieben" war das Trommler- und Pfeiferkorps auch diesmal wieder für die Verlosung zuständig. Zu diesem  Zweck wurde erstmals unser neuer Pavillon benutzt, der vom 2.Vorsitzenden Lambert Rebig gebaut wurde.  Dank seiner Bemühungen konnten wir, wie auch andere Vereine, die guten Dienste des Pavillons schon bei  vielen großen und kleinen Festlichkeiten in Anspruch nehmen.  1993 beteiligten wir uns neben den alljährlichen Verpflichtungen, auch an den beiden Ortsturnieren der  Schießsportfreunde und der SVG Aphoven/Laffeld. Am 5.September unternahmen wir für die Kinder und  Jugendlichen eine Tagesfahrt nach Duisburg. Da dazu ein großer Bus angemietet wurde, bestand auch für alle  Senioren des Trommler- und Pfeiferkorps die Möglichkeit an der Tour teilzunehmen. Nach einer  zweistündigen Hafenrundfahrt ging es zum Duisburger Zoo, wo wir den Rest des Tages verbrachten.   Zu dieser Zeit hatte unser Korps 12 Kinder unter 16 Jahre und weitere 5 Jugendliche die unter 18 Jahre alt  waren. Da die Ausbildung der unterschiedlichen Altersgruppen verschieden weit  Spielleute  zur Durchführung der Proben zur Verfügung stellten.  Bei einer Versammlung im April 1994, beschloß der Vereinsvorstand zusätzliche Ehrungen einzuführen. Da  die aktiven Spielleute seitens des Volksmusikerbundes nur alle 10 Jahre ausgezeichnet werden, sollten  zukünftig auch vereinsinterne Ehrungen für 15,25,35,usw. Jahre durchgeführt werden. Bereits beim Kameradschaftsabend am 30.April kamen zahlreiche   Spielleute in den Genuß dieses Beschlusses. Die Ehrung für 15 Jahre Mitgliedschaft erhielten: Volker  Brudermanns, Fred Gossen, Manfred Heynen, Frank Jansen, Ralf Wellens und Gerd Dahlmanns. Eine  Auszeichnung für 25 Jahre erhielten Peter Beumers, Heinz Sodermanns und Hans Zimmermann. Nachdem  allen Geehrten bei der Übergabe von Urkunden bzw. Anstecknadeln der Dank des Vereins ausgesprochen  worden war, erhielten Leo Bohnen und Lambert Rebig für 35 bzw. 45jährige aktive Unterstützung des  Trommler- und Pfeiferkorps ein besonderes Andenken in Form eines Zinntellers.      Das Vereinsjahr 1994 war für unser Trommler- und Pfeiferkorps von zahlreichen Aktivitäten geprägt. Neben  den regelmäßig stattfindenden örtlichen Veranstaltungen, besuchten wir die Vereinsjubiläen in Kirchhoven,  Laffeld und  Lieck, das Stadtmusik-fest der Spielmannszüge in Waldenrath, sowie die Schützenfeste in  Uetterath und Ophoven und das Landesmusikfest in Erkelenz. Außerdem zeigten wir uns erstmals für die  Mitgestaltung des Umzugs bei der Tüschenbroicher Prunkkirmes verantwortlich. Aufgrund des guten  Verhältnisses zur dortigen Schützenbruderschaft, wurde die Teilnahme an diesem  Fest bis heute  beibehalten. Auch die Geselligkeit im Verein sollte in diesem Jahr nicht zu kurz kommen. Dazu nutzten wir  das sonnige Wetter am 20.August, als zunächst eine Wanderung und dann ein gemütlicher Grillabend für alle  Aktiven und ihre Familien stattfand. Der Ausflug für die Kinder und  Neben der Teilnahme an den Umzügen zur Prunkkirmes in Baal und Tüschenbroich, hatten wir allen Grund  auch bei den Kirmesveranstaltungen 1995 in Aphoven ausgiebig zu feiern. Zur Frühkirmes   gelang es  unserem langjährigen aktiven Mitglied Hans Zimmermann, das Königssilber zu erringen. Nachdem wir das  Königshaus zusätzlich mit einem großen Maibaum und zur Frühkirmes im folgenden Jahr mit  überdimensionalen Gasballons geschmückt hatten, folgten wir gerne der Einladung zum Königstisch. Wie  immer, wenn ein aktives Mitglied des Trommler- und Pfeiferkorps Schützenkönig ist, begleitete unser Korps  die Majestäten zu den Veranstaltungen.  Auch das Jahr 1996 war mit zahlreichen Aktivitäten für unseren Verein verbunden. So wurde unter  Beteiligung der Ortsvereine unser ehemaliger Pastor Hubert Sieberichs verabschiedet und unser derzeitiger  Pastor Günther Wiegand feierlich eingeführt. Ein wohl unvergeßliches Erlebnis war das Bundesschützenfest  am 15.September in Troisdorf. Hans Zimmermann war es gelungen die Bezirkskönigswürde zu erringen und  hatte sich entschieden am Bundeskönigsschießen  teilzunehmen. Dazu begleiteten wir ihn und die  Schützenbruderschaft. Einer der Höhepunkte dieses Tages ereignete sich erst bei einer Pause an der  Raststätte in Frechen. Bei der Heimfahrt äußerten mehrere Mitfahrer das Verlangen ein "stilles Örtchen"  aufzusuchen. Beim Anhalten ergab es sich, daß unter ihnen auch unser Bezirkskönig auszumachen war. Nach  schneller Zeichengebung wurden einige Reihen formiert und Majestät konnte würdevoll zum erwähnten  "Örtchen" schreiten. Bei dieser Aktion wurden wohl sämtliche Gäste der Raststätte aufgerüttelt und  schenkten dem Vorbeimarsch den angemessenen Applaus.      Vom 26.-28. April 1997 feierte die St.-Arnoldi-Schützenbruderschaft Aphoven ihre Frühkirmes. Zu unserer  Freude gelang es wiederum einem Vereinsmitglied die Königswürde zu erringen. Unsere Gratulation und  Aufwartung galt diesmal Hans-Peter Schuren und seiner Gattin Anneliese.  Nachdem wir uns am Schmücken des Königshauses mit zahlreichen   blau-weißen Fahnenbändern beteiligt hatten, begleiteten wir das Königspaar in gewohnter Weise bei den  Umzügen und Kirmesveranstaltungen. Wie in den Jahren zuvor war es für uns selbstverständlich die  Ortsturniere der SVG Aphoven/Laffeld und der Schießsportfreunde Aphoven mit unserer Teilnahme zu  unterstützen. Außerdem waren wir wie immer für die musikalische Gestaltung beim St.-Martinszug und bei  der Kranzniederlegung am Volkstrauertag verantwortlich. Ehrung langjähriger Mitglieder beim Kameradschaftsabend 1998        Von links: Lambert Rebig, Kerstin Harren, Leo Bohnen, Conni Maybaum und der 1.Vorsitzende Robert Rebig Auch 1997 und 1998 wurden zahlreiche Festlichkeiten auswärtiger Vereine besucht. Nachdem wir schon seit  1994 den Umzug bei der Prunkkirmes in Tüschenbroich mit gestalten, lud uns die dortige  Schützenbruderschaft ein, doch einmal ihre  Tanzveranstaltung am Kirmessamstag zu besuchen. Da wir es  uns nicht nehmen ließen mit einer stattlichen Anzahl an Mitgliedern der Einladung zu folgen, erlebten wir  einen interessanten und stimmungsvollen Abend. Ein Höhepunkt beim Kameradschaftsabend am 30.April 1998  war sicherlich die Ehrung langjähriger aktiver  Mitglieder. Dabei wurden Lambert Rebig für 50 Jahre , Leo Bohnen für 40 Jahre, Conni Maybaum für 15  Jahre, sowie Kerstin Harren für 10 Jahre aktive Vereinstätigkeit und dadurch resultierende Mitgliedschaft im  Volksmusikerbund, ausgezeichnet. Besonders begrüßen konnten wir zu diesem Anlaß, den 1.Vorsitzenden des  Volksmusikerbundes im Kreisverband Heinsberg, Herrn Heinrich Aretz, der es sich nicht nehmen ließ, die  Ehrungen in seiner bekannt lockeren Art vorzunehmen. Am 31.Oktober 1998 waren alle Spielleute und ihre Partner zu einem Ausflug nach Köln eingeladen. Die  geplante Rheinrundfahrt in Königswinter mußte aufgrund des Hochwassers leider ausfallen. Statt dessen  besuchten wir zunächst das Kölner Schokoladenmuseum. Nachdem dann einige Zeit zur freien Verfügung  stand, traf man sich zum Abendessen bei "Früh". Als jeder mit einem zünftigen Mal und einem frisch  gebrauten Kölsch für sein leibliches Wohl gesorgt hatte, erreichten wir nach einem kurzen Fußmarsch das  "Wiener Steffi". Da dort an diesem Abend eine "Silvesterparty auf Probe" stattfand, war die Stimmung bei  Tanz und guter Laune wohl kaum zu überbieten.   Nach den Sommerferien 1998 waren sowohl die wöchentlichen Proben, als auch Vorstandsversammlungen  auf die Organisation und Durchführung unseres 75jährigen Vereinsjubiläums ausgerichtet. Vereins. Hier ist es angebracht, sich bei der Jugend einmal zu bedanken, für ihre immerwährende  Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit in einem musikalischen Verein. Ein besonderer Dank gebührt ebenso unserem Korpsführer und 1.Vorsitzenden Robert Rebig, der seit 25  Jahren als treues aktives Mitglied im Verein tätig ist, sich schon 12 Jahre als Vorsitzender für die Belange des  Vereins einsetzt und auch seit langer Zeit in die Jugendausbildung einbezogen ist.   Zum Schirmherrn unserer Festveranstaltung wurde der Filialleiter der Kreissparkasse Heinsberg  Herr Theo  Esser berufen. Für die Übernahme der Schirmherrschaft sei ihm  herzlich gedankt.   Abschließend wollen wir uns bei allen Ehemaligen, Freunden und Gönnern unseres Vereins sowie bei der  gesamten Dorfbevölkerung nochmals recht herzlich für die bisherige Mitarbeit und Unterstützung bedanken.  Rosenmontagszug 1999 in Dremmen Weiter sind wir mit den Arbeiten an unserer Chronik noch nicht fortgeschritten. An dieser Stelle wird aber demnächst noch mehr zu lesen sein... Ein Besuch lohnt sich also immer! © B.H. 2012     letztes Update: 23.03.2015, 17:05 Uhr